Serie über die Walhalla und die Donau, Beginn 2007

Die Walhalla,

seit 1842, war für mich jahrelang ein Ort, an den man Besucher hinführten musste: nachgemachter Tempel in falscher Landschaft.

 

Im Sommer 2006 da passierte die Umkehrung. Ich machte meinen üblichen Rundgang mit Freunden aus der Bronx. Es war ein wunderbarer Sommertag. Alles strahlte, die Landschaft mit der glitzernden Donau, der klassizistische Tempel in einer für mich unfassbaren, durchsichtigen klaren Weise, die ich vorher so nie erlebt hatte. Ich fing zu fotografieren an, alles was ich erreichen konnte und hörte für lange Zeit nicht auf. Der Tempel über dem Donautal übte jetzt bei jedem Wetter und in jeder Situation eine Faszination auf mich aus. Ich war  schon immer ein Leo-von-Klenze-Fan, liebte seine Landschaften in der Neuen Pinakothek und in St. Petersburg in der Eremitage. Obendrein war ich ein Anhänger klassizistischer Skulptur, was damals alles andere als angesagt war. Ich begann mehr und mehr mit den Formen des Tempels, der Figuren und mit der „heroischen“ Landschaft am Rechner zu experimentieren. Nach und nach wurde die Spannweite der Fotoaufnahmen immer größer und der Wunsch über die Walhalla auch im Winter zu arbeiten, als alles im Weiß und in der nebeligen Düsternis versank. Schließlich zerstörte und zerlegte ich den Tempel und baute ihn neu auf meine Art zusammen. Der Tempel wurde zu einem Baukasten, aus dem sich neue verwirrende Konstruktionen entwickelten ließen. 

Die Donaulandschaft wird gefaltet

Die Walhalla stürzt ein

mit Weißem Hund
mit Weißem Hund

Bauen aus Teilen der Walhalla

Zwei mal Schiller aus der Walhalla
Zwei mal Schiller aus der Walhalla
im Winter
im Winter
Im Wasser zerstört
Im Wasser zerstört
Ruhmesengel steigen aus der Donau
Ruhmesengel steigen aus der Donau