Pseudo-Kalligraphien

Ausstellung in der Ulrichs-Kirche mit Pseudo-Kalligraphien, 2007

Ich wende mich gegen den Aktionismus, der von Europa ausgehend die ganze Welt in Aufruhr versetzt. Damit meine ich unter anderem das hirnlose Produzieren und die daraus folgende Beschleunigung des Lebens, in dem die Akteure nicht mehr die Muße haben, nach dem Warum zu fragen. Die Pseudo-Kalligraphien oder auch Fahnen genannt, sin eine Kampfansage gegen die optische Vermüllung unserer See-Welt. 

Die Sogwirkung der Reduktion, die Leere und das Wenige sind meine Intension. Der Beschauer muss mit den Augen in den bewegten Ruheraum hinein wandern.

Bogen, Tee und wasserunlösliche Farbe, 135 x 172 cm

 

Mit Schriftzeichen haben diese Arbeiten nichts zu tun, aber mit Emotionen. Die Art und Beschaffenheit des Pinselstrichs, besser der Pinsel-Fläche gewinnt mit der Zeit eine immer größere Variationsbreite. Zuerst baue ich Pinsel aus Ostasien um, dann beginne ich selbst Pinsel aus Pullovern, Hemden und Pferdehaar zu konstruieren, die meinen Erfordernissen entsprechen.

Torre, 2011, 170 x 67 cm

Rosso 5, 2008, 170 x 67 cm

Schlenzer, 2011, 170 x 67 cm

Wurm, 2008, 170 x 67 cm, 

Nach Mühen im Himmel 

angekommen, 

2011, 170 x 67 cm

Rosso con nero, 2008,

170 x 67 cm


 andenken, Ausstellung im "Schlachthof" Straubing zusammen mit der Gruppe Kunst-Stoff, 2011